S&OP-Prozesse im Mittelstand: Workshop mit W. Neudorff
Den bestehenden Planungsprozess auf das nächste Level heben
Mittelständische Unternehmen verfügen über funktionierende Planungsprozesse. Vertrieb, Disposition, Produktion und Logistik treffen täglich Entscheidungen, die das Geschäft am Laufen halten. Doch ab einem bestimmten Reifegrad stellt sich die Frage: Wie schaffen wir mehr cross-funktionale Transparenz, damit diese Entscheidungen noch besser ineinandergreifen?
Genau an diesem Punkt setzt ein strukturierter S&OP-Prozess an. W. Neudorff GmbH KG, einer der führenden Anbieter für naturnahes Gärtnern in Europa, hat sich entschieden, ihren bestehenden Planungsprozess weiterzuentwickeln. In einem ganztägigen Workshop in Emmertal haben wir gemeinsam erarbeitet, wie Sales and Operations Planning die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen stärken kann.
Der Ausgangspunkt: Gute Einzelprozesse, Potenzial in der Vernetzung
Neudorff bringt eine solide Basis mit: Erfahrene Teams in Vertrieb, Disposition, Supply Chain Management, Produktion und Logistik, die ihr Geschäft kennen. Die Planungsprozesse innerhalb der einzelnen Bereiche funktionieren. Das Potenzial liegt in der Vernetzung: Wenn alle Abteilungen auf dieselbe Datenbasis schauen und ihre Planungszyklen aufeinander abstimmen, entsteht ein gemeinsames Bild der Zukunft.
Dieses gemeinsame Bild ist der Kern von S&OP im Mittelstand: nicht mehr Planung, sondern bessere Abstimmung.
Workshop-Inhalte: Gemeinsam das Gesamtbild sichtbar machen
Der 8-stündige Workshop war bewusst als Arbeitssession konzipiert, nicht als Präsentation. Mit Metaplan-Tafeln, Post-its und strukturierten Breakout-Sessions haben wir in acht Blöcken gearbeitet:
Planungsebenen verbinden: Strategische, taktische und operative Planung greifen ineinander. Im Workshop haben wir sichtbar gemacht, wie Informationen zwischen diesen Ebenen fließen und wo die Übergaben noch stärker werden können.
Den Gesamtprozess sichtbar machen: In einem Swim-Lane-Mapping haben fünf Abteilungen ihren Planungsprozess über sechs Phasen hinweg gemeinsam visualisiert. Das Ergebnis: Zum ersten Mal ein vollständiges Bild, wie die einzelnen Planungsschritte zusammenwirken.
Demand Planning weiterentwickeln: Wo können Daten stärker genutzt werden? Bei Neudorff spielt die Wetterabhängigkeit der Produkte eine besondere Rolle: Temperatur, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Nachfrage direkt. Diese Zusammenhänge systematisch in die Planung einzubeziehen, ist ein konkreter Hebel.
Reifegrad gemeinsam einschätzen: Auf einer Skala von funktionaler Planung bis zum integrierten Business Planning haben die Teilnehmer bewertet, wo Neudorff heute steht und welche nächsten Schritte den größten Mehrwert bringen.
Nächste Schritte priorisieren: Mit der MoSCoW-Methode (Must, Should, Could, Won’t) wurden die identifizierten Entwicklungsfelder nach Wirkung und Umsetzbarkeit sortiert.
Struktur vor Tool: Der richtige Ansatz für Prozessoptimierung
Ein Grundsatz, der sich in der Prozessoptimierung im Mittelstand immer wieder bestaetigt: Erst die Struktur klären, dann das passende Tool wählen. Der SIOP-Prozess muss von allen Beteiligten verstanden und getragen werden, bevor Prozessautomatisierung oder KI-gestuetzte Prognosemodelle den Prozess unterstützen.
Für Neudorff bedeutet das: Die Integration von Wetterdaten in die Bedarfsplanung hat großes Potenzial. Dieses Potenzial entfaltet sich am besten auf Basis eines klar definierten S&OP-Zyklus, mit abgestimmten Verantwortlichkeiten, definierten Meeting-Rhythmen und einer gemeinsamen Datenbasis.
Zentrale Erkenntnisse: Cross-funktionale Transparenz als Hebel
Gemeinsame Sichtbarkeit verändert die Zusammenarbeit. Der wertvollste Moment im Workshop entstand, als alle Abteilungen zum ersten Mal den Gesamtprozess auf einer Wand sahen. Wenn Vertrieb sieht, wie sein Forecast die Produktionsplanung beeinflusst, und Logistik versteht, welche Vorlaufzeiten die Disposition benötigt, entsteht ein neues Verständnis füreinander.
Daten verbinden Abteilungen. Eine gemeinsame Datenbasis ist mehr als ein technisches Thema. Sie schafft eine gemeinsame Sprache. Wenn alle auf dieselben Zahlen schauen, werden Planungsgespräche produktiver und Entscheidungen nachvollziehbarer.
Weiterentwicklung braucht Begleitung. Einen bestehenden Prozess auf das nächste Level zu heben, verändert Arbeitsweisen und Abstimmungswege. Das gelingt am besten, wenn das Team den Weg gemeinsam gestaltet, nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch.
Schritt für Schritt statt Big Bang. Die wirkungsvollsten Verbesserungen sind oft die, die sich in den bestehenden Rhythmus einfuegen. Ein gut moderierter monatlicher S&OP-Zyklus mit den richtigen Teilnehmern bringt sofort Mehrwert.
Der Weg nach vorne: Intelligent Work Management
Der Workshop hat eine klare Grundlage geschaffen. Für Neudorff folgen jetzt die nächsten Schritte: Pilot-Definition für den ersten S&OP-Zyklus, Vertiefung des Prognosemodells mit Wetterintegration und die Etablierung eines abgestimmten Meeting-Rhythmus, der die beteiligten Abteilungen verbindet.
Das ist Intelligent Work Management in der Praxis: Den bestehenden Prozess gezielt weiterentwickeln, cross-funktionale Transparenz schaffen und datengestützt bessere Entscheidungen treffen.
Ihren S&OP-Prozess weiterentwickeln?
Viele mittelständische Unternehmen haben funktionierender Planungsprozesse, sehen aber Potenzial in der abteilungsübergreifenden Abstimmung. Wenn Sie Ihren S&OP-Prozess auf das nächste Level bringen möchten, unterstützen wir Sie gerne.
Wir befähigen Teams und Organisationen, ihre Planungsprozesse weiterzuentwickeln. Mit strukturierten Workshops, praxiserprobten Frameworks und der richtigen Technologie.
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Über Lighthouse Consultings: Wir sind spezialisierte Berater für Intelligent Work Management im deutschsprachigen Mittelstand. Als Smartsheet Gold Partner verbinden wir Prozessexpertise mit moderner Technologie, damit Unternehmen ihre Strategie tatsächlich umsetzen: Struktur. Klarheit. Wirkung.