Dienstagabend, ein Seminarraum in Stuttgart, sieben Laptops sind auf. Für einen Moment ist es im Raum ganz still: Jeder tippt an seinem eigenen Chatfenster, jeder an einer eigenen Aufgabe, aus dem eigenen Betrieb. Keine Folie erklärt in diesem Moment etwas, kein Vortrag läuft. Sieben Unternehmerinnen und Unternehmer bauen gleichzeitig, jeder für sich, den ersten eigenen KI-Assistenten. Genau dieser Moment trägt den ganzen Abend.

Eingeladen hatte Lighthouse Consultings, zu Gast waren Mitglieder des BNI-Chapters Cube Stuttgart. Zwei Stunden lang, mit eigenem Laptop und eigener Claude-Desktop-App, ohne Frontalvortrag: Sieben Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus unterschiedlichen Branchen kamen zusammen, um Claude nicht nur kennenzulernen, sondern direkt am eigenen Fall zu benutzen.
Der Abend als Reise, nicht als Vortrag
Der Workshop begann mit einer Live-Tour durch die Plattform: Jeder klickte selbst durch Claude, fand die eigene Modellwahl, das eigene Projekt, das eigene Chatfenster, statt nur zuzusehen. Zehn Minuten, die den Unterschied machten zwischen “ich habe davon gehört” und “ich habe es selbst in der Hand gehabt”.
Danach folgte die Prompt-Anatomie: Rolle, Kontext, Aufgabe und Format als vier Bausteine, aus denen sich jede gute Anweisung an ein KI-Modell zusammensetzt. Kein abstraktes Konzept, sondern eine Formel, die sich sofort ausprobieren ließ.

Den eigentlichen Kern des Abends bildete eine gemeinsame Übung: Alle analysierten denselben Quartalsbericht einer Muster-GmbH, und zwar in drei Runden. Runde eins: eine vage, offene Frage an Claude, wie sie im Alltag oft gestellt wird. Runde zwei: ein strukturiertes Briefing nach der eben gelernten Anatomie. Runde drei: gemeinsames Nachschärfen der Antwort, Satz für Satz. Der Unterschied zwischen Runde eins und Runde drei war für alle im Raum sofort sichtbar, und genau dieser Unterschied wurde zum eigentlichen Lernmoment des Abends. In der Live-Demo entstand aus dem Bericht anschließend ein komplettes Dashboard, und ein Ausblick zeigte Agenten, die eigenständig an einem Ziel arbeiten.

Aus der Übung heraus entstand eine offene Diskussion: Wo hilft Claude als Struktur-Geber, der aus einer Rohfassung eine klare Gliederung macht? Wo eignet es sich als Wissensdatenbank, die eigene Unterlagen, Prozesse und wiederkehrende Fragen griffbereit hält? Und wo funktioniert es als Sparringspartner, der eine Idee zurückspiegelt, bevor sie den eigenen Tisch verlässt? Die Antworten kamen diesmal nicht von vorne, sondern aus dem Raum selbst, aus sieben verschiedenen Betrieben mit sieben verschiedenen Herausforderungen. Genau darin lag der Wert des Abends: Nicht ein einzelnes Beispiel wurde besprochen, sondern sieben echte Ausgangslagen gleichzeitig.
Den größten Teil des Abends nahm danach die Bauphase ein: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer baute zwei eigene Testprojekte, zugeschnitten auf die eigene Aufgabenwelt, und einen eigenen Skill, also eine wiederverwendbare Arbeitsanweisung für Claude. Am Ende ging jeder mit einem selbst gebauten, persönlichen Assistenten nach Hause, keinem Demo-Beispiel, sondern einem Werkzeug für die eigene Praxis ab dem nächsten Morgen.

Warum Live-Workshops, obwohl es Online-Kurse gibt
Ein Online-Kurs ist gut darin, Wissen im eigenen Tempo zu vermitteln: pausieren, wiederholen, dann weitermachen, wenn Zeit ist. Ein Live-Workshop kann etwas anderes: den Moment, in dem eine Gruppe gemeinsam an einem echten Beispiel arbeitet, sofort Fragen stellt und sofort sieht, was ein besseres Briefing verändert. Der direkte Austausch mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern, die vor ähnlichen Fragen stehen, lässt sich kaum in ein Video packen.
Beides schließt sich nicht aus, im Gegenteil: Beide Formate ergänzen sich. Wer lieber im Raum lernt, direktes Feedback sucht und von den Fragen anderer profitiert, ist im Workshop richtig. Wer lieber im eigenen Tempo lernt, in Ruhe wiederholt und die Übungen dann setzt, wenn Zeit dafür ist, findet dieselben Grundlagen im Online-Kurs. Viele nutzen am Ende beides: den Workshop für den ersten Schub, den Kurs für die Vertiefung danach.
Was danach kam
Die Rückmeldungen des Abends ließen sich nicht lange bitten: Schon am Tag danach kamen neue 5-Sterne-Bewertungen bei Google an, ein deutliches Zeichen dafür, dass der Abend nicht nur informativ war, sondern etwas bewegt hat.
Weitere Live-Workshops im Raum Stuttgart sind in Planung. Wer beim nächsten Termin dabei sein möchte, meldet sich am besten direkt über unsere Claude-Training-Seite, wir informieren zuerst, sobald der Termin steht.
Wer die Grundlagen lieber jetzt und im eigenen Tempo lernen möchte, findet sie im deutschsprachigen Online-Kurs der LHC Akademie, für 249 Euro: Claude-Grundlagen-Kurs entdecken.
Und wer einen solchen Abend für das eigene Unternehmen oder Team organisieren möchte, findet die Inhouse-Variante hier: Inhouse-Workshop anfragen.
Lighthouse Consultings ist Partner im Claude Partner Network (Registered).
Am Ende des Abends blieben die Laptops noch eine Weile offen. Nicht, weil der Workshop nicht zu Ende war, sondern weil sieben Menschen gerade angefangen hatten, mit einem Werkzeug zu arbeiten, das ihnen ab jetzt zur Verfügung steht.